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CoA bei Propylenglykol und Glycerin – was steht im Analysezertifikat und warum ist es wichtig?

Abfüller GmbH
Rohstoffe & Inhaltsstoffe / Kommentare 0

Was ist ein CoA?

Die Abkürzung CoA steht für Certificate of Analysis, auf Deutsch meist Analysezertifikat.

Ein CoA dokumentiert die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen für eine bestimmte Produktcharge.

Bei Rohstoffen wie Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG) können darin beispielsweise Werte stehen zu:

  • Gehalt
  • Wassergehalt
  • Dichte
  • Identität
  • Farbe
  • Verunreinigungen
  • weiteren spezifizierten Qualitätsparametern

Das CoA ist damit besonders wichtig, wenn nicht nur die allgemeine Produktqualität, sondern die tatsächlichen Analysewerte einer konkreten Charge nachvollzogen werden sollen.

Direkt zu den Rohstoffen:

Was bedeutet Certificate of Analysis?

Certificate of Analysis bedeutet wörtlich übersetzt Analysezertifikat.

Das Dokument verbindet typischerweise:

Produkt → Charge → Spezifikation → Prüfergebnis

Damit lässt sich nachvollziehen:

  • welche Charge geprüft wurde
  • welche Anforderungen gelten
  • welche Werte tatsächlich gemessen wurden
  • ob die Charge innerhalb der Spezifikation liegt

Gerade bei gewerblichen oder qualitätskritischen Anwendungen ist diese Rückverfolgbarkeit besonders relevant.

Was ist der Unterschied zwischen CoA und Spezifikation?

Eine Produktspezifikation beschreibt, welche Werte ein Produkt erfüllen muss.

Das CoA dokumentiert, welche Werte bei einer konkreten Charge tatsächlich gemessen wurden.

Vereinfacht:

Spezifikation = Anforderung

CoA = tatsächlicher Messwert der Charge

Beispiel:

Spezifikation:

Gehalt mindestens 99,5 %

CoA:

gemessener Gehalt beispielsweise 99,8 %

Das Analysezertifikat zeigt damit, ob die Charge innerhalb der festgelegten Qualitätsgrenzen liegt.

Mehr dazu unter Produktspezifikation bei Propylenglykol und Glycerin – Grenzwerte, Sollwerte und typische Werte.

Was kann in einem CoA stehen?

Der genaue Inhalt hängt vom Produkt, Hersteller und der zugrunde liegenden Spezifikation ab.

Typische Angaben können sein:

  • Produktname
  • chemische Bezeichnung
  • Chargennummer
  • Prüfdatum
  • Herstellungsdatum
  • Freigabedatum
  • Spezifikationsgrenzen
  • tatsächliche Prüfergebnisse
  • verwendete Prüfmethoden
  • Freigabestatus

Nicht jedes Analysezertifikat enthält exakt dieselben Parameter.

Beispiel für ein CoA bei Propylenglykol

Ein vereinfachtes CoA für Propylenglykol könnte beispielsweise folgende Struktur haben:

Parameter Spezifikation Ergebnis
Identität entspricht entspricht
Gehalt definierter Mindestwert gemessener Wert
Wasser definierter Höchstwert gemessener Wert
Dichte definierter Bereich gemessener Wert
Farbe definierter Grenzwert gemessener Wert
Verunreinigungen innerhalb der Grenzwerte entspricht

Die tatsächlichen Grenz- und Messwerte hängen von der konkreten Produktspezifikation und Charge ab.

Beispiel für ein CoA bei Glycerin

Auch bei Glycerin kann ein Analysezertifikat beispielsweise enthalten:

Parameter Spezifikation Ergebnis
Identität entspricht entspricht
Glycerolgehalt definierter Mindestwert gemessener Wert
Wassergehalt definierter Höchstwert gemessener Wert
Dichte definierter Bereich gemessener Wert
Farbe definierter Bereich gemessener Wert
Verunreinigungen innerhalb der Grenzwerte entspricht

Auch hier gilt:

Das konkrete CoA kann je nach Hersteller, Qualität und Standard unterschiedlich aufgebaut sein.

Warum ist die Chargennummer wichtig?

Die Chargennummer gehört zu den wichtigsten Angaben auf einem CoA.

Sie ermöglicht die Zuordnung des Dokuments zu einer bestimmten Produktions-, Abfüll- oder Liefercharge.

Dadurch kann nachvollzogen werden:

  • welche Ware geprüft wurde
  • welche Analysewerte dazugehören
  • wann die Charge hergestellt oder geprüft wurde
  • welche Dokumentation auf diese Charge verweist

Ein CoA ohne eindeutige Chargenzuordnung wäre für die Rückverfolgbarkeit deutlich weniger aussagekräftig.

Warum sollte die Chargennummer auf CoA und Ware übereinstimmen?

Nur dann lässt sich eindeutig zuordnen, dass das Analysezertifikat tatsächlich zu dem gelieferten Rohstoff gehört.

Bei der Wareneingangskontrolle kann deshalb sinnvoll sein zu prüfen:

Chargennummer auf Gebinde = Chargennummer auf CoA

Gerade im Qualitätsmanagement ist das ein zentraler Punkt.

Was ist ein Prüfdatum?

Das Prüfdatum gibt an, wann die Analyse durchgeführt wurde.

Zusätzlich können je nach Dokument enthalten sein:

  • Herstellungsdatum
  • Freigabedatum
  • Retest-Datum
  • Verfallsdatum
  • Mindesthaltbarkeitsangabe

Diese Angaben besitzen unterschiedliche Bedeutungen und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Was ist ein Retest-Datum?

Ein Retest-Datum bezeichnet typischerweise einen Zeitpunkt, zu dem ein Rohstoff erneut geprüft werden soll, wenn er weiterhin verwendet werden soll.

Es bedeutet nicht zwingend, dass das Produkt an diesem Datum automatisch unbrauchbar wird.

Die konkrete Bedeutung richtet sich nach:

  • Qualitätssystem
  • Herstellerangaben
  • Produktspezifikation
  • Lagerbedingungen

Was ist ein Verfallsdatum?

Ein Verfalls- oder Ablaufdatum kann eine andere Bedeutung besitzen als ein Retest-Datum.

Deshalb sollte immer geprüft werden, welche Bezeichnung tatsächlich verwendet wird.

Bei chemischen Rohstoffen können je nach Hersteller und Qualitätssystem unterschiedliche Konzepte gelten.

Was bedeutet „Identität entspricht“?

Eine Identitätsprüfung soll bestätigen, dass es sich tatsächlich um den angegebenen Stoff handelt.

Bei Propylenglykol also beispielsweise um:

1,2-Propandiol

Bei Glycerin um:

Glycerol

Die konkrete Prüfmethodik richtet sich nach der jeweiligen Spezifikation oder Monographie.

Warum wird der Gehalt geprüft?

Der Gehalt beschreibt, wie viel des eigentlichen Hauptstoffes im Produkt enthalten ist.

Bei PG:

Propylenglykol / 1,2-Propandiol

Bei VG:

Glycerol

Ein festgelegter Gehaltsbereich hilft dabei, eine reproduzierbare Produktqualität sicherzustellen.

Mehr zum Thema Reinheit finden Sie unter Welche Reinheit bei Propylenglykol und Glycerin? Was bedeuten 99,5 %, 99,9 %, USP und Ph. Eur.?.

Warum wird der Wassergehalt geprüft?

PG und VG sind beide hygroskopisch.

Das bedeutet:

Sie können Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung aufnehmen.

Der Wassergehalt kann unter anderem beeinflussen:

  • Konzentration
  • Dichte
  • Viskosität
  • Verarbeitung
  • Produktspezifikation

Deshalb ist Wasser bei vielen Qualitätsstandards ein wichtiger Prüfparameter.

Mehr dazu unter Was bedeutet hygroskopisch? Einfach erklärt am Beispiel von Glycerin und Propylenglykol.

Warum kann die Dichte im CoA stehen?

Die Dichte ist ein charakteristischer physikalischer Kennwert.

Sie kann beispielsweise verwendet werden für:

  • Identitätskontrolle
  • Plausibilitätsprüfung
  • Qualitätskontrolle
  • Umrechnung zwischen Volumen und Gewicht

PG und VG unterscheiden sich deutlich in ihrer Dichte.

Welche Dichte hat Propylenglykol typischerweise?

Als typischer Orientierungswert bei ungefähr 20 °C:

ca. 1,036 g/ml

Für eine konkrete Charge sollte jedoch der produktspezifische beziehungsweise chargenbezogene Wert herangezogen werden.

Mehr dazu unter 1 Liter Propylenglykol in kg – so rechnet man PG von Volumen in Gewicht um.

Welche Dichte hat Glycerin typischerweise?

Als typischer Orientierungswert bei ungefähr 20 °C:

ca. 1,261 g/ml

Der tatsächliche Wert kann unter anderem von:

  • Reinheit
  • Wassergehalt
  • Temperatur
  • Produktspezifikation

abhängen.

Mehr dazu unter 1 Liter Glycerin in kg – so rechnet man Volumen in Gewicht um.

Warum wird die Farbe geprüft?

Bei klaren Rohstoffen kann die Farbe ein wichtiger Qualitätsparameter sein.

Eine unerwartete Verfärbung kann beispielsweise auf:

  • Verunreinigungen
  • Alterung
  • Prozessabweichungen
  • ungeeignete Lagerung

hinweisen.

Je nach Spezifikation wird die Farbe mit einem definierten Verfahren bewertet.

Was bedeutet APHA-Farbe?

Die APHA-Farbskala wird zur Bewertung sehr heller beziehungsweise nahezu farbloser Flüssigkeiten verwendet.

Sie ermöglicht eine quantitative Einordnung geringer Farbunterschiede.

Ob dieser Parameter bei einem bestimmten PG- oder VG-Produkt geprüft wird, hängt von der jeweiligen Produktspezifikation ab.

Welche Verunreinigungen werden geprüft?

Das hängt vom Rohstoffstandard und der jeweiligen Spezifikation ab.

Mögliche Prüfparameter können sein:

  • bestimmte Nebenprodukte
  • Reststoffe
  • Wasser
  • definierte organische Verbindungen
  • weitere qualitätsrelevante Stoffe

Nicht jede Spezifikation prüft dieselben Stoffe oder Grenzwerte.

Ist ein CoA dasselbe wie ein Sicherheitsdatenblatt?

Nein.

Beide Dokumente haben unterschiedliche Zwecke.

CoA

Das CoA dokumentiert:

  • Qualitätsparameter
  • Analyseergebnisse
  • konkrete Charge

Sicherheitsdatenblatt

Das SDB enthält unter anderem Informationen zu:

  • Gefahren
  • sicherer Handhabung
  • Lagerung
  • Schutzmaßnahmen
  • Erste Hilfe
  • Transport
  • Entsorgung

Mehr dazu unter Sicherheitsdatenblatt bei Propylenglykol und Glycerin – was steht im SDB und worin unterscheidet es sich vom CoA?.

Ist ein CoA dasselbe wie ein technisches Datenblatt?

Nein.

Ein technisches Datenblatt beschreibt typischerweise allgemeine beziehungsweise typische technische Produkteigenschaften.

Das CoA enthält dagegen chargenbezogene Analysewerte.

Mehr dazu unter Technisches Datenblatt bei Propylenglykol und Glycerin – welche Werte sind wirklich wichtig?.

Ist ein CoA dasselbe wie eine Produktspezifikation?

Nein.

Vereinfacht:

Produktspezifikation = zulässige beziehungsweise geforderte Werte

CoA = tatsächlich gemessene Werte der Charge

Beide Dokumente ergänzen sich.

Welche Rolle spielen USP und Ph. Eur.?

Wenn ein Produkt nach USP oder Ph. Eur. spezifiziert ist, kann das CoA zeigen, ob die gemessenen Werte innerhalb der entsprechenden Qualitätsgrenzen liegen.

Mehr dazu unter USP oder Ph. Eur. – welcher Qualitätsstandard ist bei Propylenglykol und Glycerin wichtiger?.

Muss auf einem CoA USP oder Ph. Eur. stehen?

Das hängt vom Produkt und der jeweiligen Dokumentation ab.

Wenn ein Rohstoff ausdrücklich nach einer bestimmten Arzneibuchmonographie angeboten wird, sollte nachvollziehbar dokumentiert sein:

  • welche Spezifikation gilt
  • welche Prüfmethoden angewendet wurden
  • welche Ergebnisse vorliegen
  • welcher Qualitätsstandard zugrunde liegt

Die genaue Darstellung kann je nach Hersteller unterschiedlich sein.

Was bedeutet „entspricht USP“?

Damit soll ausgedrückt werden, dass ein Produkt die relevanten Anforderungen der entsprechenden USP-Monographie erfüllt.

Eine fundierte Bewertung sollte sich auf:

  • Produktspezifikation
  • Prüfmethoden
  • Analysewerte
  • gültige Dokumentation

stützen.

Was bedeutet „entspricht Ph. Eur.“?

Analog bedeutet dies, dass die entsprechenden Anforderungen der relevanten Ph.-Eur.-Monographie erfüllt werden.

Auch hier ist die konkrete Dokumentation entscheidend.

Ist ein CoA für jede Bestellung notwendig?

Nicht unbedingt.

Das hängt vom Einsatzzweck und den Qualitätsanforderungen ab.

Bei einfachen oder privaten Anwendungen kann ein CoA weniger relevant sein.

Bei:

  • gewerblichen Anwendungen
  • qualitätskritischen Prozessen
  • regulierten Bereichen
  • dokumentierten Produktionsprozessen

kann es dagegen sehr wichtig sein.

Für wen ist ein CoA besonders interessant?

Zum Beispiel für:

  • gewerbliche Weiterverarbeiter
  • Qualitätsmanagement
  • Produktion
  • Einkauf
  • Labore
  • Unternehmen mit dokumentierten Freigabeprozessen

Warum ist ein CoA für B2B-Kunden wichtig?

Gewerbliche Kunden müssen häufig nachvollziehen können, welche Rohstoffqualität in einer Produktion eingesetzt wurde.

Ein CoA unterstützt dabei:

  • Rückverfolgbarkeit
  • Wareneingangskontrolle
  • Lieferantenbewertung
  • Dokumentation
  • Chargenfreigabe
  • Reklamationsbearbeitung

Wie prüft man ein CoA beim Wareneingang?

Ein einfacher Prüfablauf kann beispielsweise sein:

  1. Produktbezeichnung prüfen
  2. Chargennummer vergleichen
  3. zugrunde liegende Spezifikation prüfen
  4. Analysewerte kontrollieren
  5. Freigabestatus prüfen
  6. Dokument archivieren

Je nach Qualitätsmanagementsystem können weitere Prüfungen erforderlich sein.

Welche Werte sind besonders wichtig?

Das hängt von der konkreten Anwendung ab.

Häufig relevante Parameter sind:

  • Identität
  • Gehalt
  • Wassergehalt
  • Verunreinigungen
  • Dichte
  • Farbe

Andere Anwendungen können zusätzliche Anforderungen besitzen.

Sollte man nur auf den Reinheitsgrad schauen?

Nein.

Ein Wert wie:

99,5 %

oder:

99,9 %

ist nur ein Teil der Qualitätsbewertung.

Zusätzlich können wichtig sein:

  • Art der Verunreinigungen
  • Wassergehalt
  • Qualitätsstandard
  • Prüfmethoden
  • CoA
  • Produktspezifikation
  • Lieferantendokumentation

Warum können zwei Produkte mit 99,5 % unterschiedlich sein?

Weil die verbleibenden 0,5 % nicht zwangsläufig dieselben Bestandteile enthalten.

Zusätzlich können unterschiedliche:

  • Grenzwerte für Verunreinigungen
  • Prüfmethoden
  • Qualitätsstandards
  • Produktspezifikationen

gelten.

Die reine Prozentangabe reicht daher für eine vollständige Qualitätsbewertung nicht aus.

Was bedeutet „typischer Wert“?

Ein typischer Wert ist meist ein Orientierungs- oder Erfahrungswert.

Er stellt nicht automatisch eine garantierte Spezifikationsgrenze dar.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Für Qualitätsentscheidungen sind definierte Grenzwerte normalerweise aussagekräftiger.

Was bedeutet Spezifikationsgrenze?

Eine Spezifikationsgrenze definiert, in welchem Bereich ein bestimmter Parameter liegen muss.

Beispiele:

  • mindestens
  • höchstens
  • innerhalb eines definierten Bereichs

Nur wenn der Prüfwert diese Anforderungen erfüllt, ist der entsprechende Parameter spezifikationskonform.

Können Analysewerte zwischen Chargen schwanken?

Ja.

Auch innerhalb einer gültigen Spezifikation können chargenbedingte Schwankungen auftreten.

Deshalb sind beispielsweise möglich:

  • unterschiedliche Gehaltswerte
  • leicht unterschiedliche Dichten
  • unterschiedliche Wassergehalte
  • unterschiedliche Farbwerte

solange die vorgegebenen Spezifikationsgrenzen eingehalten werden.

Genau deshalb ist ein chargenbezogenes CoA wichtig.

Warum sollte ein CoA archiviert werden?

Für gewerbliche Anwender kann die Archivierung wichtig sein, um später nachvollziehen zu können:

  • welche Charge verwendet wurde
  • welche Analysewerte vorlagen
  • welche Qualität eingesetzt wurde
  • wann die Ware geliefert wurde

Das kann insbesondere hilfreich sein bei:

  • Reklamationen
  • internen Audits
  • Qualitätsprüfungen
  • Rückverfolgung
  • Kundenanfragen

Wie lange sollte ein CoA aufbewahrt werden?

Eine allgemeingültige Frist lässt sich nicht pauschal nennen.

Die erforderliche Aufbewahrungsdauer kann abhängen von:

  • Unternehmen
  • Qualitätsmanagementsystem
  • Produkt
  • Anwendung
  • Kundenanforderungen
  • regulatorischen Vorgaben

Was ist bei digitalen CoAs zu beachten?

Digitale Analysezertifikate sollten eindeutig zugeordnet und möglichst unverändert archiviert werden.

Ein sinnvoller Dateiname kann beispielsweise enthalten:

  • Produktname
  • Chargennummer
  • Datum

Beispiel:

coa-propylenglykol-charge-240501.pdf

oder:

coa-glycerin-charge-240501.pdf

Eine einheitliche Namenskonvention erleichtert das spätere Auffinden.

Kann ein CoA falsch zugeordnet sein?

Grundsätzlich ist bei wichtigen Dokumenten eine Plausibilitätsprüfung sinnvoll.

Zu kontrollieren sind beispielsweise:

  • Hersteller
  • Produktname
  • Chargennummer
  • Datum
  • Lieferant
  • Dokumentversion

Bei Zweifeln sollte das Dokument mit dem Lieferanten abgeglichen werden.

Was ist eine Herstellererklärung?

Eine Hersteller- oder Lieferantenerklärung kann zusätzliche Angaben enthalten, beispielsweise zu:

  • Herkunft
  • Qualität
  • Standards
  • Produktionsbedingungen
  • bestimmten Eigenschaften

Sie ersetzt jedoch nicht automatisch ein chargenbezogenes Analysezertifikat.

Was ist eine Konformitätserklärung?

Eine Konformitätserklärung bestätigt, dass ein Produkt bestimmte definierte Anforderungen erfüllt.

Auch dieses Dokument hat einen anderen Zweck als ein CoA.

Warum sollten Qualitätsdokumente zusammen betrachtet werden?

Für eine vollständige Bewertung eines Rohstoffes sind häufig mehrere Dokumente relevant:

  • Produktspezifikation
  • CoA
  • Sicherheitsdatenblatt
  • technisches Datenblatt
  • gegebenenfalls Konformitätserklärungen

Jedes Dokument beantwortet andere Fragen.

CoA, Spezifikation, TDS und SDB im Vergleich

Dokument Hauptzweck
CoA tatsächliche Analysewerte einer konkreten Charge
Produktspezifikation definierte Qualitätsgrenzen
Technisches Datenblatt / TDS allgemeine technische Produktdaten
Sicherheitsdatenblatt / SDB sichere Handhabung und Gefahreninformationen
Konformitätserklärung Bestätigung bestimmter definierter Anforderungen

Welche Dokumente sollte ein gewerblicher Kunde prüfen?

Je nach Anwendung können beispielsweise relevant sein:

  • aktuelles Sicherheitsdatenblatt
  • Produktspezifikation
  • CoA
  • technisches Produktdatenblatt
  • relevante Konformitätsnachweise

Welche Dokumente tatsächlich erforderlich sind, hängt von Anwendung und Qualitätssystem ab.

Wie beeinflusst die Lagerung die analysierte Qualität?

Ein CoA beschreibt grundsätzlich die Charge zum Zeitpunkt der jeweiligen Prüfung beziehungsweise Freigabe.

Unsachgemäße Lagerung kann die Qualität später beeinflussen.

PG und VG sind hygroskopisch und können Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen.

Dadurch können sich unter anderem verändern:

  • Wassergehalt
  • Konzentration
  • Dichte
  • Viskosität

Mehr dazu unter Propylenglykol und Glycerin richtig lagern – Haltbarkeit, Temperatur und Aufbewahrung.

Kann ein geöffnetes Gebinde später andere Werte besitzen?

Ja.

Mögliche Ursachen sind:

  • Feuchtigkeitsaufnahme
  • Kontamination
  • ungeeignete Lagerbedingungen
  • Vermischung mit anderen Stoffen

Deshalb ist eine saubere Entnahme besonders wichtig.

Sollte entnommenes Material zurückgefüllt werden?

Entnommenes Material sollte aus Qualitätsgründen möglichst nicht unkontrolliert in das Originalgebinde zurückgegeben werden.

Dadurch können Verunreinigungen eingeschleppt werden.

Wie sollte man hochwertige Rohstoffe entnehmen?

Sinnvoll sind beispielsweise:

  • saubere Entnahmehilfen
  • trockene Behälter
  • kurze Öffnungsdauer
  • direkte Wiederverschließung
  • eindeutige Kennzeichnung
  • saubere Pumpen oder Trichter

Welche Gebindegrößen sind erhältlich?

Bei der Abfüller GmbH sind PG und VG in verschiedenen Mengen erhältlich.

Typische Größen:

  • 1 Liter
  • 5 Liter
  • 10 Liter
  • 25 Liter

Welche Größe sinnvoll ist, hängt unter anderem von:

  • Verbrauch
  • Lagerung
  • Handhabung
  • Öffnungshäufigkeit

ab.

Mehr dazu unter PG oder VG – welche Gebindegröße ist die richtige? 1 L, 5 L, 10 L oder 25 L.

Warum können kleinere Gebinde für Qualitätszwecke interessant sein?

Kleinere Gebinde werden häufig schneller verbraucht und bleiben dadurch möglicherweise weniger lange geöffnet.

Bei hygroskopischen Rohstoffen kann dies praktisch sein.

Größere Gebinde können dagegen wirtschaftliche Vorteile bieten.

Die passende Größe hängt deshalb vom tatsächlichen Verbrauch und den Lagerbedingungen ab.

PG und VG bei der Abfüller GmbH

Direkt zu unseren Rohstoffen:

→ Propylenglykol (PG / 1,2-Propandiol) kaufen

→ Pflanzliches Glycerin (VG / Glycerol) kaufen

Fazit: Das CoA verbindet eine Charge mit ihren tatsächlichen Analysewerten

Ein Certificate of Analysis ist kein allgemeines Qualitätslogo.

Es ist ein chargenbezogenes Analysedokument.

Für Propylenglykol und Glycerin können darin beispielsweise dokumentiert sein:

  • Gehalt
  • Wassergehalt
  • Identität
  • Dichte
  • Farbe
  • Verunreinigungen
  • Chargennummer

Für gewerbliche Kunden ist das CoA besonders relevant für:

  • Rückverfolgbarkeit
  • Wareneingang
  • Qualitätskontrolle
  • Lieferantendokumentation
  • Chargenfreigabe

Für eine vollständige Qualitätsbewertung sollte das CoA gemeinsam mit Produktspezifikation, technischem Datenblatt und Sicherheitsdatenblatt betrachtet werden.

Häufige Fragen zum CoA

Was bedeutet CoA?

CoA steht für Certificate of Analysis, auf Deutsch Analysezertifikat.

Was steht in einem CoA?

Je nach Produkt können beispielsweise Chargennummer, Spezifikationsgrenzen, Gehalt, Wassergehalt, Dichte, Identität und tatsächliche Analysewerte enthalten sein.

Ist ein CoA dasselbe wie ein Sicherheitsdatenblatt?

Nein. Das CoA beschreibt Analysewerte einer Charge. Das Sicherheitsdatenblatt behandelt vor allem Gefahren und sichere Handhabung.

Ist ein CoA dasselbe wie eine Produktspezifikation?

Nein. Die Spezifikation definiert die Anforderungen, das CoA dokumentiert die tatsächlichen Messwerte einer Charge.

Ist ein CoA dasselbe wie ein technisches Datenblatt?

Nein. Ein technisches Datenblatt enthält allgemeine Produktdaten, während ein CoA chargenbezogene Prüfergebnisse enthält.

Was bedeutet Chargennummer?

Die Chargennummer ermöglicht die eindeutige Zuordnung eines Produktes und seiner Analysewerte zu einer bestimmten Charge.

Warum wird der Wassergehalt geprüft?

Weil Wasser unter anderem Konzentration, Dichte und Viskosität beeinflussen kann.

Was bedeutet „Identität entspricht“?

Damit wird dokumentiert, dass die Identitätsprüfung zum angegebenen Stoff passt.

Ist ein CoA bei USP oder Ph. Eur. wichtig?

Ja, es kann dazu beitragen zu dokumentieren, dass die gemessenen Chargenwerte innerhalb der zugrunde liegenden Spezifikation liegen.

Muss jedes CoA gleich aufgebaut sein?

Nein. Aufbau und Prüfparameter können sich je nach Produkt, Hersteller und Qualitätsstandard unterscheiden.

Braucht jeder Privatkunde ein CoA?

Nicht zwingend. Für gewerbliche, qualitätskritische oder regulierte Anwendungen ist es häufig deutlich relevanter.

Warum sollte die Chargennummer auf CoA und Gebinde übereinstimmen?

Damit eindeutig nachvollziehbar ist, dass das Dokument tatsächlich zur gelieferten Ware gehört.

Wo kann man PG und VG kaufen?

Bei der Abfüller GmbH erhalten Sie Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG) in verschiedenen Gebindegrößen.